Usbekistan entdecken. Ein typischer Reiseablauf, wie Sie ihn erleben werden.
Taschkent – Nukus – Aralsee – Chiwa – Buchara – Samarkand –
Kokand – Margilan – Rishtan
Reiseveranstalter: Reisebüro „Grand Turism Service“, Taschkent Usbekistan
Reisegruppenleitung: Oksana Ten, Geschäftsführerin der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft e.V.
Diese Reise nach Usbekistan richtet sich an Menschen, die viel gesehen haben und dennoch neugierig geblieben sind. An Reisende, die kulturelle Tiefe, persönliche Begegnungen und außergewöhnliche Orte schätzen – fernab des Massentourismus.
Als Deutsch-Usbekische Gesellschaft e.V. begleiten wir diese Reise mit einem
besonderen Anspruch: Wir reisen nicht nur durch ein Land, sondern mit den
Menschen, die dort leben. Unsere langjährigen persönlichen Beziehungen zu
Partnern, Familien, Kulturschaffenden und Institutionen eröffnen Zugänge, die für gewöhnliche Reisegruppen nicht möglich sind.
Dank unserer langjährigen Arbeit und persönlichen Kontakte in Usbekistan sind
Begegnungen möglich, die weit über das Übliche hinausgehen.
Der Besuch des Aralsees, von Nukus und der Karakalpakischen Region ist dabei bewusst gewählt. Diese Orte berühren – durch ihre Geschichte, ihre Stille und ihre Menschen. Sie laden ein zum Innehalten, zum Verstehen und zum Dialog.
Diese Reise verbindet große Kulturzentren wie Samarkand und Buchara mit
Regionen, die selten besucht werden, aber lange nachwirken. Sie ist sorgfältig
organisiert, komfortabel gestaltet und persönlich begleitet.

Ein Beispiel für den Reiseablauf – bitte beachten
Der Reiseablauf zeigt Ihnen beispielhaft welche Städte, Sehenswürdigkeiten und Programmpunkte in einer Reise enthalten sein können. Den genauen Reiseverlauf entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Reiseangebot.
Frankfurt – Taschkent
Die Anfahrt nach Frankfurt a.M. und der Check-in erfolgten eigenständig. Wir empfehlen Ihnen vor 3 Stunden vor dem Abflug im Flughafen zu sein. Wir treffen uns im Wartebereich, bevor man ins Flugzeug steigt.
Um 11.40 Uhr fliegen wir nach Taschkent mit Usbekistan Airways „Usbekiston Havo Yullari“. Flugdauer: ca. 6 Stunden.
Ankunft in Taschkent. Unsere Gruppe wird vom Reiseführer abgeholt und ins Hotel gebracht. Im Hotel gibt es ein warmes Abendessen für die Gruppe. Anschließend Übernachtung in Taschkent.
Taschkent
„Oh, was für ein Kaiserreich! Waldwiesen des Paradieses können sich nicht mit altem Schasch messen. Jener, der sich hier auf lange ansiedelte, vergisst für immer Paradiesdickichte. Es ist
besser in Taschkent sterben, als ein elendes Leben in anderem Land fristen!“
Zainuddin Wasifi (Aus der “Ode zu Taschkent”, 1515.)
Menschen besiedelten das Territorium des gegenwärtigen Taschkent schon seit vielen tausenden Jahren. Reiche Erde der Taschkenter Oase fesselte den Menschen noch in der Steinzeit. Nach den archäologischen Ausgrabungen ausgehend, erhielten sich in Taschkent die Überreste der alten Stadtbauten, die vor 2000 Jahre gebaut worden waren (Schaschtepa im Rayon Sergeli und
Minguryk im Rayon Mirabad). Die älteste Benennung der Stadt war Tschatsch. Unter diesem Namen wurde er zum ersten Mal in 262 u.Z. erwähnt. Die chinesischen, alten persischen, sogdischen, arabischen Dokumente zeugen davon, dass diese Stadt als eigenartiges Zentrum der Großen Seidenstraße, die den Osten und Westen verband, diente.
Nach dem Frühstück besichtigen wir verschiedene interessante Sehenswürdigkeiten von Taschkent:
- Platz der Unabhängigkeit
- Nawoi Park
- Basar
- Minor Moschee
- Altstadt von Taschkent: Khast-Imom Komplex
- Museum für angewandte Kunst usw.
Dann haben wir etwas Zeit zur freien Verfügung.
Abends erleben Sie eine echte usbekische Gastfreundschaft – mit leckeren Nationalgerichten und interessanten Gesprächen! Die Gruppe ist zum Abendessen bei einer usbekischen Familie eingeladen. Das Abendessen wird von unseren Partnern in Taschkent organisiert. Danach Übernachtung im Taschkent.


Nukus – Aralsee
Früh morgen fliegen wir nach Nukus. Nukus, die Hauptstadt der autonomen Republik Karakalpakstan, liegt im Nordwesten Usbekistans und gilt als das Tor zur Aralregion. Trotz ihrer abgeschiedenen Lage ist die Stadt ein faszinierendes Zentrum für Kunst, Geschichte und Wissenschaft – mit einer Atmosphäre, die Ruhe und Authentizität ausstrahlt. Nukus ist ein Ort für Entdecker – für Menschen, die abseits bekannter Touristenrouten die Seele Usbekistans spüren möchten. Hier begegnen sich Kunst, Geschichte und Natur auf eine leise, aber tief bewegende Weise.
Savitskij-Museum – Das „Louvre der Wüste“
Mitten in der abgeschiedenen Wüstenstadt Nukus befindet sich eines der außergewöhnlichsten Museen der Welt – das Staatliche Kunstmuseum Karakalpakstans, benannt nach Igor Savitskij. Es wird oft als das „Louvre der Wüste“ bezeichnet – und das zu Recht.
Das Museum beherbergt über 90.000 Exponate, darunter eine der weltweit größten Sammlungen russischer Avantgarde-Kunst aus den 1920er–40er Jahren. Viele dieser Werke galten in der Sowjetzeit als „verboten“ oder „dekadent“ und wären ohne Igor Savitskij vermutlich für immer verloren gegangen. Savitskij, ein leidenschaftlicher Kunstliebhaber und Archäologe, sammelte mit unerschütterlichem Mut Kunstwerke, die vom sowjetischen Regime unterdrückt wurden. Er rettete Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen, die in Moskau oder Leningrad nicht gezeigt werden durften, und brachte sie in die entlegene Region Karakalpakstan – weit weg von den Augen der Zensur. So entstand in der Stille der Wüste ein Ort, an dem verbotene Kunst überleben konnte.

Neben der Avantgarde-Sammlung zeigt das Museum auch unsthandwerkliche Schätze der karakalpakischen Kultur: traditionelle Stickereien, Schmuck, Teppiche, Musikinstrumente und Alltagsgegenstände, die das Leben der Nomaden zwischen Amudarja und Aralsee widerspiegeln.
Das Savitskij-Museum ist nicht nur ein Kunstmuseum – es ist ein Denkmal für Mut, Idealismus und die Kraft der Kunst, die selbst in Zeiten der Unterdrückung ihren Weg findet. Ein Besuch hier gehört zu den bewegendsten und inspirierendsten Momenten einer Reise durch Usbekistan.
Mittagessen in einem traditionellen Gästehaus.
Der Aralsee
Nachmittags fahren wir zum Aralsee. Der Aralsee ist kein Ort, den man „besichtigt“. Er ist ein Ort, den man erlebt. Die Weite, die Stille und die Spuren der Vergangenheit machen ihn zu einem der eindrucksvollsten Orte Zentralasiens – ein Raum für Reflexion, Gespräche und nachhaltige Eindrücke Der Aralsee – einst das viertgrößte Binnenmeer der Welt – ist heute ein Symbol für eines der größten ökologischen Probleme des 20. Jahrhunderts. Wo sich früher endlose Wasserflächen erstreckten, liegt heute eine faszinierende, fast surreale üstenlandschaft. Die verlassenen Schiffe im Sand von Muynak erzählen eindrucksvoll von der Zeit, als hier noch Fischerboote über die Wellen glitten.
Unsere Reise führt Sie in diese außergewöhnliche Region, in der sich Natur, Geschichte und Schicksal auf einzigartige Weise verbinden. Auf dem Weg dorthin erleben Sie die unendliche Weite der usbekischen Steppe, treffen auf Nomaden, Kamele und erleben die Stille, die nur von Wind und Sternen begleitet wird.
Muynak, der „Friedhof der Schiffe“
Einst war Muynak eine blühende Hafenstadt am Ufer des Aralsees, bekannt für ihre große Fischereiflotte und Konservenfabriken. Heute liegt die Stadt mitten in der Wüste – der See hat sich um mehr als hundert Kilometer zurückgezogen. Dort, wo früher Wasser war, liegt nun eine endlose, salzverkrustete Steppe.

Der berühmte „Friedhof der Schiffe“ ist ein stilles, bewegendes Zeugnis dieser ökologischen
Katastrophe: verrostete Schiffsrümpfe ragen aus dem Sand und erinnern an die Zeit, als hier noch Wellen rauschten und Möwen kreisten. Der Ort ist zugleich traurig und faszinierend – ein Symbol für den dramatischen Wandel der Natur und die Folgen menschlicher Eingriffe.
Bei einem Besuch in Muynak spürt man die besondere Atmosphäre dieses verlorenen Meeres. Ein kleines Aralsee-Museum erzählt die Geschichte des Aralsees, des Fischfangs und der Menschen, die ihr Leben hier verbracht haben. Muynak ist heute ein Ort der Stille, der zum Nachdenken anregt – über Vergänglichkeit, Hoffnung und die erstaunliche Kraft der Natur, sich trotz aller Zerstörung langsam zu erneuern.
Jurtenlager „Besgala“ am Ufer von Aralsee.
Ein besonderes Highlight ist die Übernachtung in traditionellen Jurten – den runden Filzzelten der Nomaden. Inmitten der Wüste, unter einem funkelnden Sternenhimmel, spüren Sie die Magie Zentralasiens. Am Lagerfeuer werden karakalpakische Spezialitäten serviert. Diese Nacht bleibt unvergesslich – authentisch, ursprünglich und berührend. Inklusive Abendessen.

Aralsee – Chiwa
Ustjurt-Plateau und Chakalu
Nach dem Frühstück besichtigen wir die Umgebung von Aralsee. Der Tag beginnt mit einer eindrucksvollen Fahrt über das endlose Ustjurt-Plateau. Die Landschaft ist geprägt von bizarren Felsformationen, Steinwellen und stillen Weiten. Hier, verborgen zwischen den Hügeln, befindet sich Chakalu, eine im 13. Jahrhundert entdeckte Karawanserei. Einst bot sie Schutz für Reisende und Händler auf der Großen Seidenstraße. Heute sind ihre Ruinen von der Zeit gezeichnet – sie erzählen vom Leben der Karawanen, vom Wind, der Geschichten durch die Wüste trägt, und vom Zauber vergangener Epochen.

Dann besuchen wir ein abgelegenes Dorf. Etwa 50 Kilometer vom Lager entfernt liegt ein kleines Wüstendorf, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Bewohner leben im Einklang mit der Natur und der Stille der Steppe. Hier können wir einen frischen, organischen Kamelmilchshake probieren – ein köstliches und zugleich traditionelles Getränk, das seit Jahrhunderten als stärkend und heilend gilt. Trotz seiner Abgeschiedenheit überrascht das Dorf mit moderner Infrastruktur: Es verfügt über eine Gaskompressorstation und eine kleine Landebahn für Flugzeuge – ein spannendes Beispiel für das Aufeinandertreffen von Tradition und Fortschritt mitten in der Wüste.
Sudochje-See
Weiter geht die Fahrt zum Sudochje-See, einem der schönsten Naturwunder Usbekistans. Einst mit dem Aralsee verbunden, ist der Sudochje-See heute ein Rückzugsort für unzählige Zugvögel und ein Symbol für die Widerstandskraft der Natur. Das glitzernde Wasser spiegelt den weiten Himmel, und die Stille ringsum vermittelt ein Gefühl tiefer Ruhe und innerer Weite.
Mittagessen in Kungrad.

Mizdachan ind Karakalpakien
Am Nachmittag erwartet uns ein kulturelles Highlight: der architektonische Komplex Mizdachan, einer der ältesten und bedeutendsten spirituellen Orte Karakalpakiens. Diese antike Nekropole aus dem 14. Jahrhundert liegt auf einem Hügel und bietet einen atemberaubenden Blick über die Ebene.

Zu den wichtigsten Bauwerken gehören:
- Mausoleum des Khalifa Erejep (12. Jh.) – Ruhestätte eines verehrten Heiligen
- Nazlumkhan-Suluv (12.–14. Jh.) – eine kunstvolle Grabstätte, umwoben von einer Legende über eine schöne junge Frau
- Schamun-Nabi (19. Jh.) – das Mausoleum eines Sufi-Heiligen, das bis heute von Pilgern besucht wird
- Ruinen der Festung Gaur-Kala (6. Jh. v. Chr. – 9. Jh. n. Chr.) – Überreste einer antiken Stadt an der alten Handelsroute.
Abends fahren wir mit einem klimatisierten Bus nach Chiwa.
Abendessen in einem traditionellen Restaurant.
Übernachtung in Chiwa.
Chiwa
Die Märchenstadt Chiwa
Chiwa ist eine Museumsstadt und liegt in der Choresm Provinz. Das Chanat Choresmien kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und nur wenige Kulturen können damit verglichen werden. Bereits hundert Jahre, bevor der Handel auf der Seidenstraße begann, hatte Choresmien Verbindungen zu Europa und dem fernen Osten, mit Sibirien und südlichen Zivilisationen. Es ist die Wiege dreier Kulturen, die in Usbekistan entstanden.
Oasenstadt Xiva
Das Chanat Choresmien war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. sehr bekannt, da es ein mächtiger Staat war. Die Märchenstadt Chiwa (Xiva) hat es geschafft, sich ihren exotischen, orientalischen Charme innerhalb der Stadtfestung Ichan Kala zu bewahren. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich alle architektonischen Monumente der Stadt, darunter die Kunja Ark-Zitadelle und der Toshkhovli Palast, die ehemalige Residenz des Khans, die mit ihren kunstvollen Toren immer noch erhalten ist.
Daneben bietet Ichan Kala die Einfachheit und Monumentalität mittelalterlicher Formen, kunstvolle Holzschnitzereien und raffiniert miteinander verwobene Ornamente. Die Silhouetten der beiden herausragenden Minarette, eingeschlossen von Flachdach-Lehmhäusern und mächtigen Stadtmauern, geben eine klare Vorstellung davon, wie eine typische zentralasiatische Feudalstadt aussah.
Ichan-Qala Festung
In Chiwa besichtigen wir als UNESCO-Weltkulturerbe die Ichan-Qala Festung:
- Kunja Ark Zitadelle
- Sayeed Alauddin Mausoleum
- Arabische Mukhamadkhan Medresse
- Oq-Masjid-Moschee
- Medresse von Hodjan Berdi-biya
- Shirgazikhan und Abdulla Khan Medresse usw.

Anschließend haben wir etwas Zeit zur freien Verfügung.
Nach dem leckeren Abendessen in einem usbekischen Restaurant fahren wir nach Buchara.
Chiwa – Buchara
Paläste und Moscheen wie in 1001-Nacht
Buchara ist eine der ältesten Städte Usbekistans. Sie liegt auf einem heiligen Hügel, wo im Frühling von den Feueranbetern Opfer dargebracht wurden. Diese Stadt wurde in einem heiligen Buch auch „Avesto“ genannt. Es wird angenommen, dass Buchara im 13. Jahrhundert v. Chr unter den Syavushiden gegründet wurde, die schon 980 Jahre vor Alexander dem Großen an die Macht gelangten. Der Name „Buchara“ leitet sich von „vihara“ ab, was in Sanskrit „Kloster“ bedeutet.

Neben anderen Städten der Alten Seidenstraße war auch Buchara ein großes Handelszentrum in der Region. Mit seinen über 140 Architekturmonumenten ist Buchara eine Art „Museumsstadt“, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Stadt besteht aus schmalen Gassen, grünen Parks und Gärten, und die historischen Bauwerke aus verschiedenen Epochen liegen fast alle dicht beieinander im Zentrum der Stadt.
Partnerschaft Bonn Buchara: Seit über 20 Jahren unterhalten die Städte Bonn und Buchara enge freundschaftliche Beziehungen. 2003 unterzeichneten die Oberbürgermeister beider Städte eine Vereinbarung zum Aufbau freundschaftlicher Beziehungen. Seitdem finden regelmäßig Begegnungen und Projekte im Rahmen dieser Partnerschaft statt.
Städtepartnerschaft Bonn-Buchara
Nach dem Frühstück geht die Fahrt zur zum Kindergarten, Projektpartner im Rahmen der Städtepartnerschaft Bonn-Buchara. Die Kinder werden eine musikalische Begrüßung aufführen und wir werden dort auch von der Kindergartendirektorin in Empfang genommen.


Nach dem Kindergarten starten wir zu einer Besichtigungstour durch Buchara mit folgenden Schwerpunkten:
- Mausoleum von Samaniden Dynastie
- Ark Festung
- Kalon Ensemble
- Handels-Kuppeln
- Lyabi Khauz Komplex
- Chor-Minor Medresse usw.
Zeit zur freien Verfügung.
Abendessen auf die Einladung der Stadt Buchara. Wir werden vom Stv. Hokim der Stadt Buchara begrüßt und gemeinsam mit den unseren Freunden und Partnern aus Buchara den Abend verbringen.
Nach dem Abendessen übernachten wir in einem traditionellen Privathotel im Zentrum der Altstadt.
Buchara
Entdeckungen und shoppen in Buchara
Nach dem Frühstück setzen wir die Stadtbesichtigung fort.
Anschließend haben wir Zeit zur freien Verfügung.
Am Abend besucht die Gruppe eine Modenschau mit Konzert und leckerem Abendessen im Nodira Devan Begi Medresse.
Übernachtung in Buchara.

Buchara – Samarkand
Samarkand an der Seidenstraße
Nachmittags fahren wir mit dem Schnellzug „Afrosiab“ nach Samarkand (Fahrtdauer: ca. 2 Stunden). Samarkand liegt im Tal des Flusses Zarafshan und ist die zweitgrößte Stadt Usbekistans. Die Stadt stammt aus der gleichen Zeit wie Babylon oder Rom und kann damit auf eine über 2.500 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Während dieser Zeit hat die Stadt viele Aufstände und Unterwerfungen erlebt, etwa unter Alexander dem Großen, die arabische Eroberung, die Eroberung durch Dschinghis-Khan und letztendlich natürlich die Einnahme durch Tamerlan. Doch ging mit diesen Eroberungen auch immer eine Entwicklung der Kultur einher, so etwa die Mischung mit der iranischen, indischen, mongolischen und ein wenig westlichen und östlichen Kultur. Die Stadt übte durch ihre Schönheit schon immer eine magische Anziehungskraft aus. Dichter und Historiker nannten sie „das Rom des Ostens, die Perle der östlichen islamischen Welt“.
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Ankunft in Samarkand. Check-in ins Hotel.
Abendessen in einem leckeren Restaurant.
Übernachtung in Samarkand.

Samarkand
Nach dem Sightseeing ein Glas usbekischen Wein
Nach dem Frühstück besichtigen wir die Sehenswürdigkeiten in Samarkand:
- Registan Platz
- Ruinen der Bibi-Khanym Moschee
- Shakhi-Zinda Nekropole
- Gur-Emir Mausoleum
- Ulugbek Sternwarte
- zentraler Basar in Samarkand
Weinverkostung in Samarkand
Samarkand – die Stadt der blauen Kuppeln und jahrtausendealten Geschichte – überrascht ihre Besucher nicht nur mit architektonischer Pracht, sondern auch mit einer ganz besonderen Tradition: dem usbekischen Weinbau. In der renommierten Weinmanufaktur „Khovrenko“, die bereits im 19. Jahrhundert gegründet wurde, erleben Sie eine faszinierende Weinverkostung. Hier werden seit Generationen edle Weine und Cognacs hergestellt – nach alten Rezepturen, mit viel Handarbeit und Leidenschaft. Während der Führung erfahren Sie mehr über die Geschichte des Weinbaus in Samarkand, die bis in die Antike zurückreicht, und besichtigen die historischen Weinkeller mit ihren alten Holzfässern und jahrzehntealten Flaschen. Anschließend genießen Sie eine Auswahl feinster Weine – von fruchtig-leicht bis kräftig-aromatisch. Besonders bekannt ist der Samarkand-Granatwein, dessen intensives Aroma und rubinrote Farbe das warme Klima und die fruchtbare Erde der Region widerspiegeln.
Abendessen in einem usbekischen Restaurant. Übernachtung in Samarkand.

Samarkand – Taschkent
Brot backen und Papier schöpfen
Nach dem Frühstück besucht die Gruppe eine Backstube für Fladenbrot. Wir können zusammen mit dem Bäcker auf traditioneller Weise in einem Lehmofen (Tandyr) das typische usbekische Fladenbrot backen.
Dann besuchen wir eine Papiermanufaktur in einem Dorf Konigil in der Nähe von Samarkans, wo man Papier noch nach einer alten überlieferten Methode herstellt. Die Methode der Papierherstellung wurde im 7. Jahrhundert durch chinesische Flüchtlinge nach Samarkand gebracht. Das Geheimnis dieser alten überlieferten Papierherstellung ist in Vergessenheit geraten. Vor einigen Jahren haben zwei Brüder Muchtarovs aus Samarkand diese Methode wieder entdeckt und nach 10-jähriger Arbeit wieder kultiviert. Das Papier wurde aus der Rinde des Maulbeerbaums hergestellt. Die Äste werden abgeschnitten und eingeweicht, damit sich die Rinde leicht löste. Diese wird in der Folge mehrere Stunden lang gekocht. Die entstehende Masse wird dann durch regelmäßige Schläge weiter zerkleinert, bis eine Art Brei entsteht. Nach der Zugabe von Wasser werden die Fasern mit einem speziellen Sieb aufgefangen, wodurch ein Bogen Papier entsteht. Die Bögen werden zuerst unter einer Presse aufbewahrt und schließlich getrocknet. Zuletzt wird das Papier mit Hilfe eines Steins poliert, wodurch es den typischen Glanz erhält.
Nachmittag geht die Reise mit dem komfortablen Schnellzug „Afrosiab“ zurück nach Taschkent
(ca. 2 Stunden).
Am Abend sind wir zu einem Abendessen mit unseren Freunden und Partnern in einem prachtvollen Restaurant in Taschkent eingeladen.


Kokand
Paläste, Moscheen und Handel im Fergana Tal
Das Fergana-Tal – oft als „Garten Usbekistans“ bezeichnet – ist eine fruchtbare, von Bergen umrahmte Oase zwischen dem Tjan-Schan- und Pamir-Alai-Gebirge. Hier pulsiert das Leben, denn über zehn Millionen Menschen leben in dieser üppigen Landschaft, die seit Jahrhunderten als kulturelles und wirtschaftliches Herz der Region gilt.
Die Stadt Kokand war einst das Tor zum Fergana-Tal und ein bedeutender Knotenpunkt entlang der legendären Seidenstraße. Nach der Zerstörung durch mongolische Truppen im 13. Jahrhundert erblühte die Stadt im 18. Jahrhundert neu und wurde zur glanzvollen Hauptstadt des Khanats von Kokand. Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten Handelszentren Zentralasiens – mit über 300 Moscheen und regem Karawanenverkehr.
Bis heute zeugen beeindruckende Bauwerke von dieser Blütezeit: Allen voran der prachtvolle Palast des Khans Chudayar, dessen farbenreiche Fassade mit kunstvollen Ornamenten und leuchtenden Keramiken verziert ist. Er spiegelt die meisterhafte Handwerkskunst der Region wider, die bis heute lebendig ist. Auch die Dschuma-Moschee, historische Medresen und Mausoleen erzählen von der tief verwurzelten Kultur und Spiritualität dieser faszinierenden Stadt. Kokand ist mehr als ein historischer Ort – es ist ein lebendiges Kapitel der Seidenstraße, das Sie nicht nur sehen, sondern spüren werden.

Der Palast des Chudayar Khan in Kokand
Rishtan
Wundervolle Keramikkunst
Nach dem Frühstück fährt die Gruppe weiter nach Rishtan, eine kleine Stadt im Fergana-Tal – und zugleich eines der bedeutendsten Zentren traditioneller Keramikkunst in Zentralasien. Seit dem 7. Jahrhundert wird hier ein Handwerk gepflegt, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. Berühmt ist Rishtan für seine leuchtenden Glasuren in Blau-, Grün- und Türkistönen, die aus natürlichen Mineralien und Pflanzen gewonnen werden. Sie verleihen jeder Schale, jedem Teller und jedem Gefäß ihren unverwechselbaren Glanz. Jedes Stück entsteht in sorgfältiger Handarbeit – geformt, bemalt und gebrannt von Meistern, die ihr Wissen über Generationen weitergegeben haben. Charakteristisch ist das filigrane „Islimi“-Muster: geschwungene, ineinander fließende Ornamente, die die Schönheit der Natur widerspiegeln und jedem Objekt eine besondere Tiefe verleihen.
Rishtan ist nicht nur ein Ort des Handwerks – es ist ein Ort, an dem aus Erde, Farbe und Tradition echte Kunst entsteht. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch bei einer Keramikfamilie: Sie treten ein in eine Welt gelebter Tradition, erleben den Entstehungsprozess hautnah und begegnen Menschen, für die ihr Handwerk Berufung ist. Oft öffnet sich dabei mehr als nur eine Werkstatt – es entsteht ein persönlicher Moment, der lange in Erinnerung bleibt. Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Werkstatt, erfüllt vom Duft feuchten Tons und warmen Holzes, und erleben hautnah, wie die einzigartigen Kunstwerke von Rishtan entstehen. Hier, im Herzen des fruchtbaren Fergana-Tals, wird seit Jahrhunderten das Geheimnis der berühmten blauen Glasur bewahrt – ein Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Schon von weitem schimmern die Keramiken in ihren leuchtenden Blau-, Grün- und Türkistönen. In jeder Schale und jedem Teller verschmelzen filigrane Muster mit meisterhafter
Handarbeit zu kleinen Kunstwerken voller Ausdruck und Seele.
Ein Besuch bei einer lokalen Keramikfamilie macht dieses Erlebnis besonders intensiv: Sie blicken hinter die Kulissen, begegnen den Menschen hinter der Kunst und spüren die lebendige Tradition, die Rishtan so einzigartig macht.

Margilan
Seideherstellung an der Seidenstraße
Margilan ist Hochburg der usbekischen Seidenherstellung. Auch heute wird in Margilan der berühmte Stoff „Khan-Atlas“, nach der alten Technik mit der Hand gewebt und gefärbt hergestellt.
Hier, im Herzen des Fergana-Tals, erwartet Sie eine Welt voller Farben, Texturen und Geheimnisse, die seit Jahrhunderten bewahrt werden. Margilan ist der Ort, an dem die berühmte Seidenstraße einst pulsierte und wo heute noch das Wissen um die traditionelle Seidenproduktion lebendig ist.
In Margilan besuchen wir eine Seidenfabrik. Diese wunderschönen Stoffe können wir auch käuflich erwerben. Eine Führung durch eine Seidenfabrik von Margilan ist ein wahrhaft magisches Erlebnis. In aufwendigen Schritten wird hier aus winzigen Kokons der feinste Stoff hergestellt – die Margilaner Seide, die weltweit für ihre besondere Qualität und ihren wahrhaftig seidigen Glanz geschätzt wird.

Teilnehmer
Die Teilnehmerzahl unserer Reisen ist auf 10 Personen begrenzt.
Reisestationen (je nach Reiseangebot)
- Taschkent – Auftakt der Reise mit ersten Einblicken in die usbekische Hauptstadt
- Nukus – Spannender Einblick in Kunst, Kultur und den Westen Usbekistans
- Aralsee / Muynak – Außergewöhnliche Landschaften und bewegende Eindrücke einer besonderen Region
- Chiwa – Die Märchenstadt Chiwa bewahrt ihren orientalischen Charme innerhalb der Festung Ichan Kala.
- Buchara – Historische Altstadt mit besonderer Atmosphäre und orientalischem Flair
- Samarkand – Glanzvolle Bauwerke und weltberühmte Zeugnisse der Seidenstraße
- Kokand – Mehr als ein historischer Ort – es ist ein lebendiges Kapitel der Seidenstraße
- Margilan – Die schöne Stadt ist das Zentrum der usbekischen Seidenherstellung
- Rishtan – Seit dem 7. Jahrhundert wird hier das Handwerk traditioneller Keramikkunst gepflegt
Reiseveranstalter
Reiseveranstalter: Reisebüro „Grand Turism Service“, Taschkent Usbekistan
Reisegruppenleitung: Oksana Ten, Geschäftsführerin der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft e. V.
Programmänderungen vorbehalten
Alle Rechte vorbehalten.
Kosten und Leistungen
Die Kosten für die Reise entnehmen Sie bitte dem aktuellen Reiseangebot.
In den Reisekosten enthalten
- Flug Frankfurt – Taschkent – Frankfurt mit Economy Class (Usbekische Fluggesellschaft
- Usbekiston Havo Yullari).
- Flug Taschkent – Nukus mit Economy Class (Usbekische Fluggesellschaft Usbekiston Havo
- Yullari).
- Bahnticket mit dem Schnellzug „Afrosiab“ Buchara – Samarkand.
- Bahnticket mit dem Schnellzug „Afrosiab“ Samarkand – Taschkent.
- Gute 3 Sterne Hotels.
- 10x Frühstück (incl. Tee und Mineralwasser).
- 10x Abendessen (incl. Abendessen in einer usbekischen Familie; Abendessen auf die
- Einladung der Stadt Buchara und Mode und Folklore Tanz Show in Buchara mit
- Abendessen).
- 2x Mittagessen (incl. Tee und Mineralwasser).
- Transfer in Usbekistan mit komfortablem klimatisiertem Bus.
- Stadtführungen mit dem deutschsprachigen Reiseführer.
- Eintrittskarten in alle Museen.
- Begleitung eines deutschsprachigen Reiseführers (von der Ankunft in Taschkent bis zum
- Abflug nach Frankfurt
Nicht enthaltene Leistungen
- Trinkgeld für den Reiseführer und Fahrer (nach Wunsch).
- Auslandskrankenversicherung.
- Reiserücktrittsversicherung
- persönliche Ausgaben
Möchten Sie Usbekistan auf besondere Weise entdecken?
Wir sind kein Reisebüro und auch kein großer Reiseveranstalter. Wir sind ein Verein, der die deutsch-usbekische Freundschaft pflegt und aus diesem Grunde sehr individuelle Erlebnisse in Usbekistan ermöglicht. Darum haben wir keine Buchungsseite, so wie Sie das von anderen Reiseveranstaltern kennen.
Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen oder zur Anmeldung und wir beraten Sie persönlich.
Oder senden Sie uns eine Anfrage über unsere Kontaktformular

Bei Fragen zu unserem Verein und Reisen nach Usbekistan stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung und freue mich auf Kontaktaufnahme.
Viele Grüße
Oksana Ten